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So räumst du den Kühlschrank richtig ein

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So räumst du den Kühlschrank richtig ein

Frederik Winkel
Von Frederik Winkel
FRIEND-Team ››Küche&Co Inside‹‹

Der Einkauf ist erledigt und verstaut. Doch sind die Lebensmittel auch richtig eingeräumt? Im Kühlschrank gibt es unterschiedliche Temperaturzonen. Manche Lebensmittel sind besser in den kühleren Bereichen, manche besser bei höheren Temperaturen aufgehoben.

Eine neue Küche will ausgiebig genutzt werden – am liebsten beim Kochen und Schlemmen mit guten Lebensmitteln. Damit diese möglichst lange frisch bleiben und nichts unnötig weggeworfen wird, ist die richtige Lagerung das A und O. Aber keine Sorge, das Einräumen des Kühlschranks ist keine Wissenschaft. Es gibt jedoch durchaus ein paar hilfreiche Tipps, damit die Lebensmittel so lange wie möglich frisch und genießbar bleiben.

Die Kühlzonen des Kühlschranks – Welche Temperatur für welche Lebensmittel? Genauso wie sich die Wärme in einem Zimmer unterschiedlich ausbreitet, gibt es auch im Kühlschrank mehrere verschiedene Temperaturzonen, die ebenfalls als Kühlzonen bekannt sind. Obwohl physikalische Gesetze für die Temperaturunterschiede verantwortlich sind, sind Kühlschränke nicht unbedingt alle gleich. Du kannst jedoch davon ausgesehen, dass es in den oberen Fächern grundsätzlich wärmer ist als in den unteren Bereichen.

Fachaufteilung

Oberes Fach: Da warme Luft bekanntlich nach oben steigt, herrschen im oberen Bereich des Kühlschranks milde Temperaturen zwischen 8 bis 10 Grad. Hier lagerst du am besten offene Speisen wie Konserven mit Mais, angebrochene Einmachgläser und geräucherte Lebensmittel, da diese kaum Kühlung benötigen. Weiterhin sind im oberen Bereich Käse, Ketchup, Senf, Salatdressings sowie verpackte Reste von Mahlzeiten gut aufgehoben. Darüber hinaus fühlen sich hier auch verschiedene Südfrüchte wie Papaya, Melone oder Ananas wohl: Damit die Früchte weder an Geschmack verlieren noch ihre Konsistenz verändern, sollten sie nicht bei unter 6 bis 7 Grad Celsius gelagert werden.

Mittleres Fach: Die Mitte des Kühlschranks eignet sich mit 4 bis 5 Grad hervorragend für die Aufbewahrung von Milch und Molkereiprodukten wie Sahne, Joghurt, Crème Fraîche oder Speisequark. Auch Buttermilch oder Schmand gehören in das mittlere Fach des Kühlschranks. Unser Tipp: Berücksichtige beim Einräumen das sogenannte „First Expired – First Out“-Prinzip, das kurz als FeFo-Verfahren bezeichnet wird: Was zuerst abläuft, sollte zuerst verwendet werden. Stelle deswegen die Produkte mit der kürzesten Mindesthaltbarkeit ganz nach vorne.

Unteres Fach: Die kälteste Zone befindet sich im Kühlschrank in der Regel ganz unten über dem Gemüsefach, wobei die Temperaturen an der Rückwand besonders niedrig sind. Bei sehr kühlen 2 bis 3 Grad lagerst du am besten leicht verderbliche Lebensmittel wie frischen Fisch, Fleisch und Wurst. Nimm frisches Fleisch aus der Verpackung und lege es auf einen Teller, den du anschließend mit Frischhaltefolie abdeckst, um von einer längeren Genießbarkeit zu profitieren. Zusätzlich eignet sich das untere Fach auch sehr gut zum schonenden Auftauen von Tiefkühlkost.

Biofresh-/Longfresh-Fach: Gerade moderne Kühlgeräte haben meist zwei Fächer, in denen mit knapp über 0 Grad die kühlste Lagertemperatur herrscht. Daher werden die Bereiche auch als Null-Grad-Fächer bezeichnet. Dank der niedrigen Temperatur und einer hohen Luftfeuchtigkeit von etwa 90 Prozent bleiben Lebensmittel deutlich länger frisch und trocknen nicht aus. Frischer Fisch hält sich hier beispielsweise dreimal so lange wie in einem normalen Fach.

Gemüsefach: Im untersten Bereich des Kühlschranks wird es wieder ein wenig wärmer. Weil die Glasplatte über dem Gemüsefach verhindert, dass die kalte Luft absackt, herrschen hier rund 6 bis 8 Grad – die optimale Temperatur für Obst und Gemüse. Bewahre hier beispielsweise Salat, Kohlgemüse, Lauch, frische Kräuter oder Erdbeeren und Birnen auf. Allerdings gibt es hier einige Ausnahmen zu beachten: Kartoffeln verändern im Kühlschrank ihren Geschmack, während Tomaten an Aroma verlieren. Deswegen sollte dieses Gemüse bei Zimmertemperatur gelagert werden. Auch Zucchini und empfindliche Südfrüchte wie Bananen haben im Kühlschrank nichts zu suchen.

Türfächer: Die physikalischen Gesetze, die für das Innere des Kühlschranks gelten, bestimmen natürlich ebenso die Temperaturen in der Kühlschranktür: Oben ist es am wärmsten und unten am kühlsten. Zudem solltest du beachten, dass sich beim Öffnen der Türe, die Temperatur erhöht, sodass es in den Türfächern stets wärmer ist als im Innenraum des Kühlgeräts. Die Temperaturen liegen hier durchschnittlich zwischen 8 bis 12 Grad. Damit die Butter streichfähig bleibt, ist sie am besten im oberen Bereich der Tür aufgehoben. Auch Eier kommen mit wärmeren Temperaturen gut zurecht. Das mittlere Türfach könntest du mit Soßen wie Senf, Ketchup oder Sojasoße befüllen. Ebenso finden hier angebrochene Marmeladengläser sowie Tuben mit Tomatenmark oder geöffnete Einmachgläser ihren Platz. Das untere Fach ist für Getränke vorgesehen. Lagere hier Säfte, Weißwein- oder Sektflaschen. Für Milch ist hier allerdings zu warm, diese sollte wie bereits erwähnt im mittleren Kühlschrankfach aufbewahrt werden.

Tiefkühlfach: Besitzt man keine Gefriertruhe, stellt ein Tiefkühlfach eine praktische Alternative dar. Gefrierfächer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die nach Sternen eingeteilt werden. Ist das Tiefkühlfach mit einem Eiskristall gekennzeichnet, handelt es sich um ein Ein-Sterne-Fach, in dem gefrorene Lebensmittel ein bis drei Tage aufbewahrt werden können. In einem Zwei-Sterne-Fach liegen die Temperaturen zwischen -12 und -18 Grad, sodass Lebensmittel bis zu 14 Tage gelagert werden können. Ein Drei-Sterne-Fach ermöglicht eine Lagerung bis zu sechs Monate und mit Vier-Sterne-Fächern kann Tiefkühlkost sogar bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

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